Presseberichte 2005

Presseberichte 2005:

 


Gesamtsieger Markus Forster nach 1:56:42 beim Zieleinlauf

Einen geplanten Triathlon kurzerhand in einen Duathlon umgestalten und dennoch geht nichts von der ursprünglichen Faszination dieser Sportart verloren. Dieses Kunststück gelang den Organisatoren und Teilnehmern des 5. BAUR-Triathlons, die aufgrund des zu kalten Mainwassers gezwungen waren, auf die Schwimmstrecke zu verzichten und stattdessen eine weitere Laufstrecke einzuplanen. Einen Start/Ziel- Sieg feierte dabei Markus Forster vom Team Witten. Bei den Damen setzte sich ebenfalls eine der Favoritinnen durch: Angela Kühnlein (TV 48 Erlangen) ließ alle Konkurrentinnen hinter sich.
Bereits am Tag vor dem Wettkampf mussten die Kampfrichter zu der Entscheidung kommen, dass der Main mit knapp 12 Grad deutlich unter den geforderten 14 Grad Celsius lag. Damit war klar: der 5. BAUR-Triathlon findet ohne die Disziplin "Schwimmen" statt.
Doch am frühen Sonntagmorgen bereitete den Veranstalter der Blick aus dem Fenster weitere Sorgenfalten. Teils starker Regenfall verleitete schließlich einige Triathleten dazu, doch nicht an den Start zu gehen, darunter auch Vorjahressieger Jan Sibbersen. Die rund 200 Teilnehmer, die sich dennoch an den Start begaben, wurden sozusagen mit dem Startschuss für ihre Entscheidung belohnt. Pünktlich um 13.30 Uhr kam nämlich die Sonne das erste Mal zwischen den Wolken hervor und sollte für den restlichen Tag den Athleten ein angenehmer Begleiter sein. Somit waren die äußeren Bedingungen optimal.
Optimal war auch die Ausweichstrecke für die ausgefallene Schwimmdisziplin gewählt. Vom Bootshaus aus machten sich die Sportler nämlich zwei Mal auf die Runde am Main flussaufwärts und über Flurwege entlang Richtung Prügel auf, bogen auf halber Strecke auf den Fahrradweg nach Altenkunstadt ein und liefen hier über die Pfarrkirche zurück zum Bootshaus. Ganz hervorragend war diese Streckenwahl vor allem für die Zuschauer, denn vom Startbereich aus konnten sie ohne große Mühe fast die gesamte Laufstrecke überblicken und konnten dadurch erkennen, dass sich schnell die Favoriten an die Spitze gesetzt hatten. Mit einem von Beginn an rasanten Tempo ließen die Favoriten Markus Forster, Michael Hofmann, Florian Stelzle, Rodrigo Nebel, sowie die gut laufenden Stefan Hochstein und Andreas Sperber viele Verfolger hinter sich und zogen das gesamte Feld weit auseinander. Mit nur wenig Abstand wechselte diese Gruppe auch als erstes nach knapp 17 Minuten auf das Fahrrad.
Auf den nun anstehenden 40 Kilometer Radstrecke sollte auch die Vorentscheidung fallen. Markus Forster drückt von Beginn an ordentlich aufs Tempo und seiner rasanten Fahrt konnten nur noch Hofmann, Stelzle, Nebel und Löhnert folgen. Aber bereits nach dem Abstecher durch Burgkunstadt setzte sich Forster mehr und mehr von seinen Verfolgern ab. Auf der anspruchsvollen, weil sehr steilen Strecke hinauf nach Lahm ging Forster sein eigenes Tempo, dem keiner mehr folgen konnte. Mit spielerischer Leichtigkeit bezwang er auch die giftigsten Anstiege. Hinter ihm fand stattdessen der Kampf um die Plätze statt, wobei sich hier Michael Hofmann und Florian Stelzle immer mehr von Sebastian Löhnert und Rodrigo Nebel absetzen konnten. Als sich der führende Forster bereits auf der rasanten Abfahrt Richtung Klosterlangheim befand, lagen die Verfolger schon gut zwei Minuten dahinter. Bei der Abfahrt erreichten die Topathleten bis zu 80 Stundenkilometer. Die Straßen waren allerdings schon größtenteils trocknen, so dass für die Sportler keinerlei Gefahr mehr bestand. Auf der Rückfahrt zum Bootshaus vergrößerte Forster seinen Vorsprung noch zusätzlich und ging mit einem beruhigenden Zeitpolster von fast zwei Minuten auf die abschließende zehn Kilometer lange Laufstrecke von Altenkunstadt nach Weismain. Da er auch schon die erste Laufdisziplin für sich entschieden hatte, war es klar, dass er den Sieg nun nicht mehr aus den Händen geben würde. Spannender verlief da schon der Zweikampf zwischen Hofmann und Stelzle um den zweiten Rang.
Der Jubel im Weismainer Stadion war groß, als sich nach knapp zwei Stunden Markus Forster auf die letzten Meter begab. Er hatte sogar noch Zeit sich die ersten Glückwünsche per Handschlag vom Publikum abzuholen, ehe er nach 1:56:42 die Ziellinie überquerte. Über eine Minute später lief Michael Hofmann durchs Ziel, der sich kurz vor dem Stadion entscheidend von Florian Stelzle abgesetzt hatte. Bis zum Fünftplatzierten Rodrigo Nebel blieben die Athleten unter der Zwei-Stunden-Marke. Auch wenn die Podiumsplätze bei den Herren nun schon vergeben waren, kämpften die restlichen Teilnehmer um jeden Platz und vor allem gegen die Uhr und den inneren Schweinehund. Nach 2:15:56 lief mit Angela Kühnlein (TV 48 Erlangen) die erste Dame über die Ziellinie. Knapp hinter ihr belegte Katrin Esefeld (LG Mettenheim) den zweiten Rang. Dritte wurde Vorjahressiegern Renate Forstner vom TSV 1860 Rosenheim.
Auch wenn nun die wichtigsten Entscheidungen gefallen waren, wurde jeder der Teilnehmer mit frenetischem Jubel im Waldstadion begrüßt. Den Staffelwettbewerb gewann der Titelverteidiger von DJK Gaustadt mit den Teilnehmern Dobmeier/Flieger/Flade vor dem VfB Coburg Menpower und dem Alfa-Heinel-Team 3.
Bemerkenswerte Leistungen lieferten auch die Sportler aus der näheren Umgebung ab. Besonders zufrieden konnte Marcus Sesselmann vom RVC Altenkunstadt mit seinem hervorragenden 41. Platz sein.
Abseits der großen Sieger gab es aber noch allerlei Bemerkenswertes, was einen guten Teil der Atmosphäre des BAUR-Triathlons ausmacht. Zum einen wäre da der Auftritt von Johannes Weidner zu nennen, der als Schlussteilnehmer seiner Staffel die abschließende Strecke von Altenkunstadt nach Weismain im Handbike zurücklegte und trotz seines körperlichen Handicaps auf die insgesamt fünftbeste Streckenzeit bei den Staffeln kam. Zum anderen war der Auftritt von Gerhard Krauss (TV Planegg-Krailling) alle Anerkennung wert. Der 75-jährige war nicht nur der mit Abstand älteste Teilnehmer des Feldes, sondern absolvierte das Rennen auch noch in einer eindrucksvollen Zeit von 3:16:32. Mehr als nur eine symbolische Geste war auch der Staffelauftritt von Robert Lämbgen, seines Zeichens Leiter der BAUR-Kaufwelt und somit Vertreter des Hauptsponsors der Veranstaltung. Mit größtem Einsatz absolvierte er die zehn Kilometer lange Laufstrecke und war sichtlich froh, als er in Begleitung der Organisatoren Helmut Dorsch und Heinrich Grebner die Ziellinie überquerte. Robert Lämbgen fand im Anschluss daran nicht nur lobende Worte für das Organisationsteam und die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer auf und abseits der Strecke, sondern auch für jeden einzelnen Sportler, der sich dieser Tortour ausgesetzt hatte. Orlin Savov war es dann vorbehalten, nach über dreieinhalb Stunden in das Waldstadion einzubiegen, und es sprach für die tolle Atmosphäre dieser Veranstaltung, dass auch er mit tosendem Beifall wie ein Sieger gefeiert wurde.
Das Resümee der Veranstalter fiel durchweg positiv aus. Trotz der anfänglich unsicheren Wetterbedingungen wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt und auch wenn der sportliche Stellenwert unter dem Wegfall der Schwimmstrecke etwas gelitten hatte, tat dies der Stimmung auf und abseits der Strecke keinen Abbruch. Der BAUR-Triathlon übertraf zu seinem kleinen Jubiläum sämtliche Rekorde der Vorjahre.

 

Einen Start-Ziel-Sieg errang Markus Forster beim 5. BAUR-Triathlon. Fast mühelos absolvierte er die letzten Meter im Weismainer Waldstadion und hatte auch schon kurz nach seinem Sieg wieder die nötige Luft, um sich einigen Fragen zu stellen.

Frage: Sie hatten sich erst relativ spät für eine Teilnahme am BAUR-Triathlon entschieden. Wie kam es dazu?
Forster: Letzte Woche musste ich aufgrund des schlechten Wetters einen Triathlon-Wettbewerb abbrechen. Um weiterhin eine kontinuierliche Vorbereitung zu absolvieren, hatte ich mich dann kurzfristig entschlossen, doch noch am BAUR-Triathlon teilzunehmen, um auch meinen zweiten Platz vom Vorjahr zu verteidigen.

Frage: Inwiefern kam Ihnen es Ihnen entgegen, dass der Triathlon kurzerhand in einen Duathlon umgestaltet wurde?
Forster: Das machte aus meiner Sicht keinen Unterschied. Sicherlich war es schade, dass die Schwimmstrecke wegfiel, aber es war ja die richtige Entscheidung des Kampfrichters und des Organisationsteams.

Frage: Wie hatten Sie sich heute Mittag vor dem Start gefühlt? Hatten Sie da schon mit einem derart guten Abschneiden gerechnet?
Forster: Vor dem Wettkampf ist es immer schwer, seine eigene Form einzuschätzen. Außerdem war eine äußerst gute Konkurrenz am Start, gegen die man sich erst einmal auf der Strecke durchsetzen muss. Spätestens auf der Radstrecke habe ich dann aber gemerkt, dass es sehr gut läuft.

Frage: Und hier fiel dann auch die Vorentscheidung?
Forster: Richtig. Das war auch mein Ziel. Ich wollte relativ hart anfahren und das ist mir auch gut gelungen. Ich wollte testen, wie gut meine Form ist und es war aus meiner Sicht heute wirklich alles perfekt. Bereits nach der Hälfte der Strecke habe ich meinen deutlichen Vorsprung erkannt und war mir deshalb schon beim letzten Wechsel relativ sicher, dass ich dieses Rennen nicht mehr aus der Hand geben würde.

Frage: Haben Sie auf der Strecke etwas von der Atmosphäre mitbekommen?
Forster: Die Stimmung war natürlich überall klasse und außerdem hat das Wetter auch rechtzeitig mitgespielt. Großes Lob muss man hier auch den Organisatoren aussprechen. Es war insgesamt wieder ein sehr schöner und perfekt organisierter Wettkampf. Und wenn es nächstes Jahr in meinen Terminkalender passt, möchte ich unbedingt wieder starten, denn der BAUR-Triathlon ist ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf die restliche Saison. Mein Hauptsaisonziel ist ein gutes Abschneiden am 10. Juli beim Ironman in Frankfurt.

Verantwortlich für den Inhalt: Matthias Schneider

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